Gibt es spezielle Multimeter für den Einsatz in explosiven Umgebungen?

Als Techniker, Sicherheitsbeauftragter oder Elektrofachkraft arbeitest du oft dort, wo eine falsche Messung schnell gefährlich wird. In Anlagen mit brennbaren Gasen, Dämpfen oder Staub reicht ein normales Multimeter nicht aus. Schon ein Funken oder zu hohe Energiefreisetzung kann eine Explosion auslösen. Deshalb musst du Geräte einsetzen, die für solche Bereiche zugelassen sind.

Typische Fragen sind: Welche Zertifizierungen braucht das Messgerät? Welche Schutzarten und Schutzkonzepte sind relevant? Reicht die Messgenauigkeit, und wie sehen Prüf- und Wartungsintervalle aus? Welche Kennzeichnungen sagen dir, dass ein Multimeter in einer explosionsgefährdeten Atmosphäre sicher betrieben werden darf?

Im Hintergrund stehen Normen wie ATEX und IECEx sowie Kennzeichnungen wie Ex ia oder Ex d. Hinzu kommen praktische Anforderungen wie IP-Schutzarten, EMV-Verhalten und regelmäßige Kalibrierung. Ohne diese Informationen riskierst du Fehlentscheidungen, die Personen und Anlagen gefährden können.

Der folgende Artikel erklärt, welche Anforderungen zu beachten sind. Du lernst, wie du Zertifizierungen liest, welche Schutzprinzipien es gibt und worauf du bei Messgenauigkeit und Prüfverfahren achten musst. Am Ende kannst du fundiert entscheiden, welche Multimeter für deinen Einsatzfall geeignet sind und wie du den sicheren, regelkonformen Betrieb sicherstellst.

Table of Contents

Vergleich: Multimeter für explosionsgefährdete Bereiche

In explosionsgefährdeten Bereichen gilt besondere Vorsicht. Normale Multimeter können Funken oder zu hohe Energiefreisetzung erzeugen. Dafür gibt es speziell zertifizierte Geräte. Die folgende Gegenüberstellung zeigt die wichtigsten Kriterien. So kannst du besser einschätzen, welches Schutzprinzip für deinen Einsatz passt.

Kriterium Intrinsically Safe (Ex ia/ib) Explosion-proof / Flameproof (Ex d)
Zertifizierungen ATEX und IECEx häufig. Kennzeichnungen wie Ex ia oder Ex ib. ATEX und IECEx möglich. Kennzeichnung z. B. Ex d. Gehäuse ist druckfest.
Schutzkonzept Energiebegrenzung. Gerät darf keine zündfähige Energie liefern. Mechanische Einschließung von Funken. Robustes, oft schweres Gehäuse.
Messfunktionen Spannung, Strom, Widerstand, Temperatur. Manche Modelle haben Frequenz und Kapazität. Zusatzfunktionen können limitiert sein. Vollständige Funktionen möglich. Einschränkungen selten, aber Gehäusegestaltung kann Einfluss haben.
CAT / Pollution Degree Oft niedrigere CAT-Einstufung durch Energiebegrenzung. Pollution Degree meist 2 oder 3. Kann höhere CAT-Klassen unterstützen. Pollution Degree je nach Konstruktion.
Einsatzgebiet Gase und Dämpfe. Bereiche mit strenger Energiebegrenzung. Häufig in wartungsnahen Messaufgaben. Bereiche mit hoher Zündgefährdung. Stationäre Anwendungen und rauere Umgebungen.
Typische Preisklasse Mittleres bis hohes Preisniveau. Spezialkomponenten treiben den Preis. Höherer Preis wegen massivem Gehäuse und zusätzlichen Prüfaufwand.
Vor- und Nachteile Vorteile: Leicht, mobil, niedrige Zündenergie. Nachteile: Begrenzte Messenergie, teils eingeschränkte Funktionen. Vorteile: Sehr robust, volle Funktionen möglich. Nachteile: Schwere Bauweise, teurer.

Fazit

Für mobile Messungen in gasgefährdeten Bereichen sind intrinsisch sichere Multimeter meist die bessere Wahl. Für stationäre Messpunkte mit hohem Schutzbedarf kann ein explosion-proof Gerät sinnvoll sein.

Für wen sind explosionsgeschützte Multimeter besonders geeignet

Montage- und Instandhaltungstechniker in Öl- und Gasanlagen

Wenn du in Öl- und Gasanlagen arbeitest, bewegst du dich oft in Zonen mit brennbaren Gasen. Deine Hauptanforderung ist intrinsische Sicherheit und klar dokumentierte Zertifizierungen wie ATEX oder IECEx. Du brauchst tragbare, robuste Geräte mit geprüften Prüfleitungen. Schulungen in Ex-Sicherheit und das Verständnis der Zoneneinteilung sind Pflicht. Achte beim Kauf auf einfache Bedienung und ein gut lesbares Display für Arbeiten unter schwierigen Sichtverhältnissen. Budgetseitig lohnt sich ein solider Mittelsegmentkauf. Billigmodelle können falsche Sicherheitssignale geben.

Chemie- und Pharmaindustrie

In der Chemie und Pharma gelten strenge Prozess- und Reinheitsanforderungen. Geräte müssen die richtigen Ex-Klassen aufweisen. Außerdem ist eine gute Dokumentation für Audits wichtig. Du solltest in Gebrauch, Prüfung und Wartung geschult sein. Kalibrierung und Rückverfolgbarkeit sind häufig verbindlich. Wäge die Anschaffungskosten gegen den Nachweis der Konformität und gegen Serviceverträge ab. Praktisch sind Multimeter mit einfacher Protokollfunktion oder Exportmöglichkeit für Messdaten.

Betreiber von Silo- und Getreideanlagen

Staubexplosionen sind hier das Risiko. Achte auf Geräte, die für staubexplosive Atmosphären zugelassen sind. Prüfleitungen und Sonden müssen staubdicht und entsprechend gekennzeichnet sein. Schulungen sollten sich auf Gefahr durch Staub und Explosionsschutzkonzepte konzentrieren. Budgetempfehlung: Investiere in geprüfte, leicht zu reinigende Geräte. Prüfe zudem, ob das Multimeter in Zonen mit hoher Verschmutzung zuverlässig arbeitet.

Sicherheitsbeauftragte

Als Sicherheitsbeauftragter musst du Zertifikate und Einsatzregeln bewerten. Du solltest die Unterschiede zwischen Ex ia, Ex ib und Ex d kennen. Prüfe die Betriebsanleitungen und Prüfzertifikate. Sorge für regelmäßige Inspektionen und eine dokumentierte Schulungsstrategie. Berücksichtige die Gesamtbetriebskosten. Ein teureres Gerät mit Servicevertrag kann auf lange Sicht günstiger sein, weil Ausfallzeiten reduziert werden.

Einkauf und Procurement

Beim Einkauf geht es um Risikominimierung und Nachweisführung. Fordere gültige Zertifikate und eine klare Liste kompatibler Prüfleitungen und Zubehörteile an. Prüfe Lieferanten auf Serviceangebot und Kalibrieroptionen. Berücksichtige Ersatzteilverfügbarkeit und Lebenszykluskosten. Achte auf Garantiebedingungen, Rekalibrierungsintervalle und auf die Möglichkeit, Messprotokolle zu exportieren.

Praktische Tipps für alle Nutzer

Zertifizierungen prüfen. Bestehe auf Originalzertifikaten. Nutze nur zugelassene Prüfleitungen und Zubehör. Implementiere regelmäßige Kalibrierungen. Sorge für Ex-spezifische Schulungen. Dokumentiere Einsätze und Prüfungen. Beziehe Angebot und Service in die Budgetplanung ein.

Häufige Fragen zu Multimetern in explosionsgefährdeten Bereichen

Was bedeutet ATEX/IECEx für Multimeter?

ATEX und IECEx sind Prüf- und Zertifizierungsprogramme für Geräte, die in explosionsgefährdeten Bereichen eingesetzt werden. Sie bescheinigen, dass das Gerät einem bestimmten Schutzkonzept entspricht, zum Beispiel Ex ia oder Ex d. Die Zertifikate legen auch die zulässigen Einsatzzonen und Bedingungen fest. Du musst das Zertifikat und die Kennzeichnung vor dem Einsatz prüfen.

Kann ich mein Standard-Multimeter mit Ex-geschützten Messleitungen nutzen?

In der Regel nein. Messleitungen und Zubehör müssen zur Ex-Kennzeichnung des Multimeters passen und oft separat zertifiziert sein. Verwende nur Kombinationen, die der Hersteller und das Zertifikat ausdrücklich erlauben. Andernfalls steigt das Risiko einer Fehlanwendung und der Schutz ist nicht mehr gewährleistet.

Wie erkennt man ein geeignetes Messgerät?

Suche nach der Ex-Kennzeichnung und der zugehörigen Normennummer auf dem Typenschild. Prüfe das zugehörige Zertifikat und die angegebenen Einsatzzonen. Lies die Betriebsanleitung und achte auf zugelassenes Zubehör. Wenn etwas unklar ist, frag den Hersteller oder einen zertifizierten Anbieter.

Welche Prüfintervalle und Kalibrierungen sind nötig?

Häufig sind regelmäßige Funktionsprüfungen vor jeder Nutzung empfohlen. Kalibrierungen sollten nach Herstellerangaben oder firmeninternen Vorgaben erfolgen. In vielen Betrieben ist eine jährliche Kalibrierung üblich. Dokumentiere Prüfungen und Kalibrierungen lückenlos für Audits.

Was ist bei Reparatur oder Ersatz zu beachten?

Lass Reparaturen nur durch den Hersteller oder autorisierte Servicestellen durchführen. Fremde Eingriffe können die Ex-Zertifizierung ungültig machen. Beim Ersatz prüfe Zertifikate, Zubehörlisten und Serviceoptionen des neuen Geräts. Plane auch Ersatzteile und Rekalibrierungskosten in dein Budget ein.

Kauf-Checkliste: Was du vor dem Kauf eines explosionsgeschützten Multimeters prüfen solltest

Geh die Punkte systematisch durch. Notiere offene Fragen und fordere Zertifikate vor dem Kauf an.

  • Zertifizierungen prüfen. Fordere gültige ATEX– und IECEx-Zertifikate an und vergleiche sie mit dem Typenschild. Achte auf Ausstellungsdatum, Gültigkeit und auf die genaue Ex-Kennzeichnung.
  • Zone und Temperaturklasse. Stelle sicher, dass das Gerät für die geplante Zone zugelassen ist, zum Beispiel Zone 0, 1 oder 2. Prüfe zudem die Temperaturklasse T1 bis T6, damit Komponenten bei Prozessbedingungen nicht zünden.
  • Benötigte Messfunktionen. Wähle Funktionen wie Spannung, Strom, Widerstand, Temperatur und Frequenz sowie gegebenenfalls True RMS. Achte auf passende Messbereiche und die geforderte Messgenauigkeit für deine Anwendungen.
  • Prüfleitungen und Zubehör. Verwende nur vom Hersteller freigegebene, ebenfalls Ex-zertifizierte Prüfleitungen und Sonden. Prüfe Steckverbinder, Isolierung und Kennzeichnungen vor jedem Einsatz.
  • Schutzarten und Umgebungsbedingungen. Achte auf die IP-Schutzart für Staub und Feuchte und auf korrosionsbeständige Materialien. Prüfe Betriebstemperatur, Reinigungsanforderungen und mechanische Robustheit.
  • CAT-Einstufung und Pollution Degree. Beachte die CAT-Kategorie und das Pollution Degree, da sie zulässige Messbedingungen und Sicherheitsgrenzen festlegen. Vergewissere dich, dass das Gerät zu deinen Spannungs- und Umgebungsbedingungen passt.
  • Kalibrierung und Service. Definiere Kalibrierintervalle und achte auf Rückverfolgbarkeit der Messungen. Prüfe Serviceverträge, Rekalibrierungsoptionen und die Lieferzeiten für Ersatzgeräte.
  • Schulung und Lebenszykluskosten. Plane Ex-spezifische Schulungen und dokumentiere Nachweise für Auditzwecke. Kalkuliere Anschaffung, Kalibrierung, Ersatzteile und Service in den Lebenszykluskosten und nicht nur den reinen Kaufpreis.

Praktisches Zubehör für den sicheren Einsatz in Ex-Bereichen

Intrinsisch sichere Prüfspitzen und Messleitungen

Nutzen: Reduzieren die Zündenergie und erhalten die Ex-Eignung des Messprozesses. Sie sind oft leichter und haben spezielle Isolierungen. Wann lohnt sich der Kauf: Immer, wenn du ein intrinsisch sicheres Multimeter einsetzt. Worauf achten: Achte auf die passende Ex-Kennzeichnung und auf die maximale Spannungs- und Strombelastung. Verwende nur vom Hersteller freigegebene Kombinationen.

Ex-zertifizierte Stromzangen und Clamp-Probes

Nutzen: Erlauben stromführende Messungen ohne direkte Leiterunterbrechung. Sie minimieren das Risiko, dass du an spannungsführenden Teilen arbeitest. Wann lohnt sich der Kauf: Bei häufigen Strommessungen in Ex-Zonen oder wenn der sichere Abstand wichtig ist. Worauf achten: Prüfe die Ex-Klasse, den Messbereich und die Genauigkeit. Achte zudem auf die Kompatibilität mit deinem Multimeter.

Ferngesteuerte Messsonden und verlängerbare Probes

Nutzen: Erlauben Messungen aus sicherer Entfernung und reduzieren Aufenthalte in Ex-Zonen. Sie sind sinnvoll bei schwer zugänglichen oder gefährlichen Anlagenpunkten. Wann lohnt sich der Kauf: Wenn du Abstand halten musst oder wenn wiederholte Messungen sicherheitstechnisch kritisch sind. Worauf achten: Prüfe, ob die Sonde Ex-zertifiziert ist und welche Längen und Übertragungsarten zulässig sind.

HART-Adapter und Prozesskommunikations-Interfaces

Nutzen: Erlauben Diagnose und Parametrierung von Feldgeräten ohne zusätzliche Gefährdung. Sie sind nützlich, wenn du Messwerte und Gerätestatus kombinieren willst. Wann lohnt sich der Kauf: Wenn du regelmäßig mit Prozessinstrumenten arbeitest. Worauf achten: Achte auf die Ex-Zulassung und auf die Möglichkeit, Messdaten sicher zu übertragen. Kläre, ob zusätzliche Trennbarrieren erforderlich sind.

Tragbare Schutzgehäuse und Ex-geeignete Aufbewahrung

Nutzen: Schützen das Multimeter vor Stößen, Staub und Feuchte und erhalten die Betriebssicherheit. Sie erleichtern Transport und Lagerung in rauen Umgebungen. Wann lohnt sich der Kauf: Wenn Geräte häufig transportiert werden oder in staubigen Bereichen gelagert werden. Worauf achten: Achte auf IP-Schutzarten, Materialbeständigkeit und auf Hinweise zur Reinigung. Prüfe, ob das Gehäuse für den Einsatz in Ex-Zonen freigegeben ist.

Gesetzliche Regelungen und Normen für den Einsatz von Multimetern in Ex-Bereichen

EU: Kennzeichnung und CE / ATEX

In der EU ist neben der CE-Kennzeichnung die ATEX-Richtlinie (2014/34/EU) zentral. Für Ex-Geräte brauchst du eine EU-Typprüfbescheinigung und die korrekte Ex-Kennzeichnung auf dem Typenschild. Ein typischer Markierungseintrag sieht so aus: II 2 G Ex ia IIC T4 Gb. Er sagt dir Gruppe, Kategorie, Medium, Schutzprinzip, Gasgruppe und Temperaturklasse. Praxis: Fordere das EG-Typprüfzeugnis an und prüfe, ob Zone und Temperaturklasse zu deiner Anlage passen.

Internationale Zertifizierung: IECEx

IECEx ist ein internationales Zertifizierungssystem. Es erleichtert den weltweiten Einsatz von Ex-Geräten. Ein IECEx-Zertifikat bestätigt die Prüfungen nach IEC-Normen. Bei Beschaffung kannst du sowohl ATEX als auch IECEx verlangen. Achte auf das Zertifikat, Ausstellungsdatum und Gültigkeit.

USA: NEC und NFPA

In den USA sind das NEC (National Electrical Code) und NFPA-Richtlinien relevant. Dort wird meist mit Class/Division oder Zone-Systemen gearbeitet. Frage lokale Prüfanforderungen ab. Bei internationalen Projekten kläre vorher, ob das Gerät für den US-Markt zugelassen ist.

Arbeitsschutz und nationale Vorschriften

Arbeitgeberpflichten ergeben sich aus nationalem Recht. In Deutschland sind das z. B. BetrSichV und das Arbeitsschutzgesetz. Du musst Gefährdungsbeurteilungen durchführen, Mitarbeiter schulen und geeignete Arbeitsmittel bereitstellen. Halte Prüfintervalle und Dokumentation schriftlich fest.

Geräteschutzprinzipien und praktische Umsetzung

Unterscheide Schutzprinzipien wie intrinsic safety (Ex ia) und flameproof (Ex d). Wähle das Prinzip, das zur Zone, Arbeitsweise und Wartungsstrategie passt. Praxishinweis: Fordere vom Lieferanten eine Liste zugelassenen Zubehörs. Verwende nur die dort genannten Prüfleitungen und Sonden. Bewahre Zertifikate und Betriebsanleitungen am Einsatzort auf. Lasse Reparaturen nur durch autorisierte Stellen durchführen. So stellst du sicher, dass rechtliche Vorgaben und die praktische Sicherheit eingehalten werden.

Wichtige Warnhinweise und Sicherheitsmaßnahmen

Akute Gefahren

Explosionsfähige Atmosphären entstehen durch brennbare Gase, Dämpfe oder Staub. Ein Funke oder zu hohe Energiefreisetzung kann eine Explosion auslösen. Das Risiko ist real und muss konsequent minimiert werden.

Grundregeln

Verwende nur Ex-zertifizierte Messgeräte und Zubehör. Nutze ausschließlich Prüfleitungen und Sonden, die in den Zertifikaten aufgeführt sind. Öffne niemals das Gehäuse eines Ex-Geräts in einer explosionsgefährdeten Atmosphäre. Keine eigenmächtigen Modifikationen an Gerät oder Zubehör vornehmen.

Vor dem Einsatz

Prüfe das Typenschild und das Zertifikat. Achte auf Zone, Temperaturklasse und Zulassung. Sichtprüfungen der Prüfleitungen und Steckverbinder sind Pflicht. Defekte Teile sofort aus dem Verkehr ziehen.

Während des Einsatzes

Halte sichere Arbeitsabstände ein und vermeide unnötige Verweilzeiten in der Gefahrenzone. Setze Lockout/Tagout-Maßnahmen ein, wenn du an energieführenden Teilen arbeitest. Batterie- oder Akkutausch nur außerhalb der Ex-Zone durchführen.

Wartung und Reparatur

Reparaturen dürfen nur durch den Hersteller oder autorisierte Servicestellen erfolgen. Andernfalls erlischt die Ex-Zulassung. Dokumentiere Prüfungen, Kalibrierungen und Einsätze lückenlos.

Schulung und Organisation

Stelle sicher, dass alle Bediener Ex-spezifisch geschult sind. Lege Prüfintervalle fest und trainiere Notfallmaßnahmen. Sorge dafür, dass Zertifikate und Betriebsanleitungen am Arbeitsplatz verfügbar sind.

Wichtig: Eine einzelne Nachlässigkeit kann Personen und Anlagen gefährden. Halte dich strikt an die Vorgaben und kontrolliere regelmäßig Zustand und Dokumentation.